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Aufstieg zum Pic de Casamanya in Andorra

Mit guter Laune in den Tag gestartet, besuchten wir das Bistro am Campingplatz und bekamen ein super Frühstück serviert. Mit vollen Mägen stiegen wir ins Auto und machten uns auf in Richtung Pic de Casamanya (2.740 m), einem der höchsten Berge Andorras. Der Aufstieg unter klarem Himmel war schön, jedoch bot uns der Weg bei heißen Temperaturen nach dem Durchreiten der Pinienbäume keinen Schatten mehr. Der Aufstieg war im Vergleich zu den letzten Etappen im Nationalpark „Valle de Ordesa“ sehr kurz (ca. 2 Stunden), aber extrem steil mit 800 Höhenmetern.

Am Gipfel angekommen bot sich uns ein toller, wolkenloser Panoramablick über die Berge Andorras. Wir nahmen uns die Zeit ein wenig auf dem Gipfel zu bleiben, beobachteten die Natur und stärkten uns ein wenig mit Müsliriegeln und Wasser.

Der Abstieg ging relativ schnell. Am Ausgangspunkt angekommen, machten wir ein kleines Picknick. Darius stellte ein weiteres Mal seine Kochkünste unter Beweis und zauberte abermals ein Tortellini-Menü mit Buchstabensuppe. Wohl gesättigt ging es zum Campingplatz zurück.

Nun waren Pflichten wir Wäsche waschen, duschen und das Auto reinigen auf dem Programm. Im Anschluss ging es wieder in das Bistro, wo wir es uns mit Paella, Baguette mit Aioli und Oliven gut gingen ließen. Diese Köstlichkeiten standen seit Beginn unserer Tour auf unserer Essenswunschliste.

Nach den sehr schönen und auch harten Touren der vergangenen Tage gönnten wir uns noch ein wenig „Urlaub“. Von Andorra ging es weiter nach Barcelona, wo wir mit einer Bustour Sight-Seeing machten (dringend zu empfehlen), und verbrachten zwei weitere Tage am Strand der Costa Brava. Anschließend traten wir in einer Nachtfahrt die Heimreise nach Butzbach / Bremen an. Ein echter Abenteuerurlaub voller beeindruckender Erlebnisse und Geschichten ging somit für uns zu Ende.

Resumee Trekking in den Pyrenäen / Cirque de Gavarnie

Nach dem Aufstehen hatten wir einen wolkenlosen Blick auf den Cirque de Gavarnie, unserem heutigen Ziel. Es war sehr kalt. Nach einem kleinen Abendessen haben wir unseren Trip Richtung Cirque aufgenommen, diesmal jedoch ganz gemütlich in Turnschuhen und mit Tagesrucksack, das waren wir unseren Füßen und Rücken schuldig. Angekommen am Cirque de Gavarnie haben wir einen Blogbeitrag für hessnatur (unserem Sponsor für die Funktionskleidung) aufgenommen. Hierzu diente die Kulisse mit den imponierenden Wasserfällen als toller Hintergrund. Auf dem Rückweg haben wir das Erlebte der letzten Tage noch einmal Revue passieren lassen und freuten uns auch schon auf die kommenden Ziele.

Zurück am Zeltplatz haben wir die Sachen gepackt, uns von Natalie verabschiedet und unseren Weg Richtung Andorra aufgenommen. Dieser führte uns über den Col du Tourmalet (2.114 m), einem der Höhepunkte der Tour der France. Viele Fans haben sich schon links und rechts der Straßen platziert, die Tour sollte am nächsten Tag hier entlang kommen. Ca. 200 km Fahrt lagen noch vor uns. Aufreger des Tages war ein Hornissenangriff (oder war es doch eine kleine Biene) auf Fahrer Darek mit zwei Stichen in Rücken und Finger bei 100 km/h. Während Darek sein Verhalten nach den Stichen als kühl und abgeklärt wahrnahm, hat Michael als unparteiischer Beifahrer das Brems- und Ausweichmanöver in den Graben waghalsig angesehen. Folge des Angriffs war ein Fahrerwechsel.

Ca. 22 Uhr erreichten wir Ordino in Andorra ohne Hilfe des Navi’s, das uns diesmal gnadenlos im Stich gelassen hat. Ein hilfsbereiter Abschleppdienst lotste uns den Weg zu einem Campingplatz. In Dunkelheit bauten wir uns Zelt auf und gingen auf ein frisches Bier und herrlichen Aioli-Broten in die Campingplatz-Kneipe. Danach ging es ins Zelt.

Aufstieg zum Puerto de Bujaruelo

Michi weckte Darek morgens um 7 Uhr aus seinem Schönheitsschlaf, denn um 7.30 Uhr ging es mit José Richtung Bujaruelo. So fuhren wir in einem Auto ca. 10 km, welches in Deutschland auf der Stelle stillgelegt werden würde. Aber dies konnte uns egal sein, Hauptsache wir kamen weiter. Angekommen an einem Refugio in Bujaruelo konnten wir nicht widerstehen uns am Frühstücksbuffet zu bedienen, eine Weiterreise mit leeren Magen wäre auch nicht gut gewesen.

Gestärkt ging es also in die letzte Etappe unseres Trekking-Trips. Über eine Steinbrücke verließen wir Bujaruelo und machten uns auf zurück zu unserem Basiscamp. Der Aufstieg war trotz der ca. 900 Höhenmeter relativ angenehm bei milden Temperaturen und viel Sonne. Murmeltiere, die grüne Vegetation und die herrliche Ausblick auf die schroffen Berge verdeutlichten und noch einmal die Schönheit dieser Trekking-Region.

Angekommen am Puerto de Bujaruelo machten wir Rast und philosophierten mit Xavier, einem Weggefährten, über Fußball und die Landschaft. Danach passierten wir wieder das Tal Richtung Gavarnie bei schönem Wetter, das uns auf dem Hinweg verborgen blieb. Geschafft durch die letzten Tage zählten wir die Höhenmeter und Minuten bis zum Basiscamp. Begrüßt von Natalie hatten wir es geschafft. Viele schöne, abwechslungsreiche, beeindruckende aber auch sehr anstrengende Trekking-Tage lagen hinter uns.

Auch wenn wir den geplanten Aufstieg zum Monte Perdido nicht durchführen konnten, mussten wir uns eingestehen, dass es aufgrund der schwindenden Kräfte auch gut so war. Wir sind stolz auf unsere Leistung nach ca. 50 km Wandern, Trekken und Klettern mit etwa 5.000 insgesamt zurückgelegten Höhenmetern und froh nahezu unversehrt wieder am Basiscamp angekommen zu sein. Mit leckeren Ravioli und einem Mönchsbier ließen wir den Tag ausklingen.

Trotz aller Erschöpfung haben wir auch für die kommenden Tage noch ein straffes Programm mit einer Wanderung und einer weiteren Bergbesteigung in Andorra.

Traumhaft Canyon Faja de Pelay – 5. Tag:

Mit dem Sonnenaufgang am nächsten Morgen sind wir aufgestanden. Ein herrlicher Blick eröffnete sich für uns zurück auf den El Taillon, wir haben gestern echt etwas geleistet. Nach Kaffee und Kamillentee zum Frühstück besprachen wir die weitere Trekking Route für den heutigen Tag. Eigentlich war heute der Aufstieg zum Monte Perdido (3.355 m), dem dritthöchsten Berge der Pyrenäen geplant, doch bei Michael war aufgrund seiner Verletzungen beim gestrigen Sturz nicht an Klettern zu denken, so dass wir durch die Faja de Pelay wanderten.

Nachdem alles abgebaut und eingepackt war, stiegen wir in den so genannten Canyon ein. Das Wetter war diesmal wirklich auf unserer Seite, viel Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten uns durch die spektakuläre Landschaft. Der Weg ging entlang der Baumgrenze, links und rechts waren viele Wasserfälle zu sehen, die im Tal in einem Fluss mündeten. Der Weg war leicht zu passieren, bis auf die letzten Meter. Hier mussten wir ca. 500 Höhenmeter durch steile Serpentinen durchqueren. Nach den beiden vergangenen schweren Tagen fiel uns dies etwas schwer, so dass wir glücklich am Ende den Parkplatz am Nationalpark „Valle de Ordesa“ erreichten. Mit dem Bus ging es von hier nach Torla, ein kleines verschlafenes Dorf am Rande der Berge. In dem Dorf stand die Hitze und wir haben uns auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht. Für 10 € / Person konnten wir in einer Herberge unterkommen.

Anschließend haben wir uns ein rustikales 3-Gänge-Menü mit Rotwein gegönnt. Später im Zimmer auf der Herberge haben wir Trekker aus Menorca kennen gelernt, mit denen wir unsere Erfahrungen austauschen konnten. Zwei Cervezas (1 Liter San Miguel) und zwei Snickers rundeten den Abend ab. Insgesamt waren wir auch heute 6,5 Stunden auf den Beinen und froh ins Bett zu kommen. Darius hat für den kommenden Tag noch einen Chaffeur (José) für 15 € besorgt, so sparen wir uns die 40 € für ein Taxi nach Bujaruelo, unserem Startpunkt für den morgigen Tag.

9 Stunden Extremtrekking zum Refugio de Goriz – 4. Tag

Nach einer ordentlichen Portion Schlaf und einem guten Frühstück ging es gestärkt in Richtung Breche de Roland. Steil bergauf über einen Gletscher kamen wir nach 250 Höhenmetern am Breche und somit am Grenzübergang zu Spanien an auf 2.807 m. Der Aufstieg über Geröll und Eis forderte uns gleich zu von Beginn an. Nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir östlich vom Breche Richtung El Taillon geklettert, einem von rund 200 Gipfeln über 3.000 m in den Pyrenäen – für uns jedoch der König unter den Bergen. Durch eiskalte Winde und Nebel erreichten wir den Gipfel auf 3.144 m. Die Aussicht war durch dicke Nebel- und Wolkenfelder leider sehr beschränkt. Trotzdem waren wir Stolz den ersten 3.000er unserer noch jungen Trekkerkarriere geschafft zu haben.

Danach brachen wir auf zum Refugio de Goriz, ohne Vorahnung was uns noch alles bevorstehen sollte. Zurück entlang des Breche de Roland sind wir westlich auf Gletschern und steilen Abhängen mit Kettensicherungen an den Wänden geklettert. Spätestens hier wurde uns bewusst, dass wir auf unsere Steigeisen wirklich angewiesen waren und dass dies kein leichtes Wandern wurde. Nachdem wir die Kettensicherung passiert hatten, hatte Michael einen kleinen Unfall: Der Wanderstock brach und er rutschte in die Felsen. Zum Glück ist nichts wirklich Schlimmes passiert, bis auf ein paar blaue Flecken und Schürfwunden. Darius leistete „erste Hilfe“, auch hier ein Glück, dass wir unser Verbandszeug dabei hatten. Nach dem kleinen Schock entschieden wir uns den direkten Abstieg ins Tal zu nehmen, denn bei der Alternative über einen steilen Gletscherabhang zu gehen war uns nicht wirklich wohl. So ließen wir die Vernunft siegen, aber auch der direkte Weg in das Tal war nicht einfach, so dass wir des Öfteren teilweise wieder hunderte von Metern bergauf steigen mussten, um auf den richtigen Pfad zu kommen.

Letztendlich haben uns die kleinen Steintürmchen den richtigen Weg finden lassen und so sind wir über grüne Wiesen, Bäche, kleine Felsvorsprünge und ein wenig Kletterei um ca. 17.30 Uhr am Refugio de Goriz (2.200 m) angekommen. Somit hatten wir an diesem Tag 9 Stunden Extremtrekking in den Knochen und Muskeln und genauso haben wir uns auch gefühlt. Hier auf der spanischen Seite war es deutlich wärmer als auf der französischen. Völlig erschöpft und erleichtert bauten wir unser Zelt auf und hingen die Wäsche auf.

Chefkoch Darius brutzelte wieder ein köstliches Tortellini-Festmahl und Michael lud auf ein spanisches Bier „Estrella Damm“ ein. Es wurde schnell dunkel und fast überwältigt von den Eindrücken und Erlebnissen des Tages haben wir uns noch lange im Zelt unterhalten. Leider haben wir unser Zelt auf einer Schräge aufgebaut, so dass wir mit den glatten Rucksäcken immer wieder ans Fußende im Zelt rutschten. Gute Nacht – nicht wirklich.

Route Richtung Refuge de Sarradets – 3. Tag

Morgens um 07 Uhr sind wir aufgewacht. Die erste Nacht im Zelt war kälter und härter als erwartet. Der Cirque de Gavarnie war wolkenbehangen und nur ab und zu sahen wir eine Bergspitze zwischen den Wolken auftauchen. Hoffentlich wird das Wetter noch besser, haben wir gedacht. Nach einem kurzen Frühstück haben wir das Zelt abgebaut und los ging es.

Von Gavarnie aus sind wir zwischen Wäldern und Wiesen gestartet, immer mit dem Blick in den Cirque de Gavarnie. Nach nur wenigen Kilometern haben wir gemerkt, dass wir uns doch ein wenig zu dick angezogen haben und erst einmal einen Teil unserer Klamotten abgelegt. Zudem fing der Rucksack jetzt schon an schwer zu werden. Das kann ja was werden…Über saftig grüne Wiesen setzen wir unseren Weg fort vorbei an Schafen und Kühen. Über uns kreisen die Geier, ob die merken, dass wir schon schwächeln. Plötzliche zogen dicke Wolken auf und es fing an zu regnen. Da wir zumindest in dieser Hinsicht bestens vorbereitet waren, konnte uns der Regen nichts anhaben.

Nach einiger Zeit sind wir am Puerto de Bujaruelo angekommen und somit auf einer Höhe von 2.273 m. Von hier aus konnten wir einen Blick auf die spanische Seite der Pyrenäen werfen. Weiter ging es steil bergauf entlang eines Kamms zum Refuge des Sarradets. Plötzlich lag ein riesiges Gletscherfeld vor uns, über das nur ein kleiner Trampelpfad führte. Spätestens jetzt wussten wir warum wir die Steigeisen mitnehmen sollten. Ein Glück hatten wir diese trotz aller Skepsis mitgenommen. Um die Schuhe geschnallt ging es über Gletscher hoch zur Hütte.

Völlig erschöpft, aber glücklich, kamen wir schließlich nach 6,5 Stunden Trekking über Stock, Stein und Eis sowie ca. 1.200 zurückgelegten Höhenmetern am Refuge des Sarradets an. Der eisige Wind und die steinige Umgebung haben uns im Refuge ein Bett nehmen lassen. Ein Glück war etwas frei, so bezogen wir mit 13 anderen Wanderern unser Zimmer. Da wir jedoch unseren Proviant selber schleppten, haben wir uns entschlossen selber zu kochen bzw. Darek hat dies übernommen. Es gab Kaffee, Tortellini mit Knoblauch und Tomaten sowie Buchstabensuppe mit Mais, als Dessert einen Tee der Wahl aus unserem reichhaltigen Sortiment.

Unser erster Trekking Trip hat uns viel mehr Kraft gekostet, als wir gedacht hätten. Darek klagte über Hüft-, Kopf- und Gliederschmerzen und war ab 18 Uhr ans Bett gefesselt. Michi hatte Schulterschmerzen und trank mit einigen anderen Wanderern noch einen Kakao. Einige dieser Wanderer sollten wir in den nächsten Tagen immer wieder einmal treffen. Die Schuhe haben bislang, obwohl kaum eingetragen, kein Problem gemacht und auch die Multi-Funktions-kleidung von hessnatur erhielt gute Noten. Der Blick aus unserem Zimmerfenster auf den Breche de Roland ließ schon die Vorfreude auf den nächsten trekking Tag steigen.

Nebel statt Blick in den Cirque de Gavarnie – 2. Tag

Etwa 14.30 Uhr sind wir schließlich in Gavarnie angekommen, nach ca. 1.500 km Fahrt in 24 Stunden. Auf Buchungen hatten wir im Vorfeld unserer Reise ja verzichtet, um flexibel unseren Pyrenäen-Trip angehen zu können. Gavarnie ist eine kleine französische Gemeinde im Nationalpark „Hautes-Pyrénées“ direkt in den Pyrenäen und zählt 164 Einwohner.

An der Touristeninformation haben wir uns nach einem Zeltplatz erkundigt und einen genannt bekommen, der sich als Geheimtipp herausstellen sollte: „Camping La Bergerie“ direkt an einem rauschenden Gebirgsbach und mit einem beeindruckenden Blick direkt in den Cirque de Gavarnie, einem Felsenkessel mit den Gavarnie-Fällen, die mit 423 m zu den höchsten Wasserfällen Europas zählen.

Schnell haben wir unser Zelt aufgebaut und auch das Auto können wir während unseres Trekking Trips in den nächsten Tagen am Campinglatz für 3 € / Tag stehen lassen. Natalie, die Herbergsmutter hat uns nach unserer geplanten Route gefragt und uns aufgrund der mäßigen Wetteraussichten von unserer ursprünglichen Trekking Tour durch den Cirque de Gavarnie hinauf zum Refuge des Sarradets abgeraten, da es dort wegen der Nässe sehr glatt sein könnte. Zudem hat sie uns dringend empfohlen Steigeisen für die geplante Überquerung des Breche de Roland zu nehmen, da gerade auf spanischer Seite aufgrund des sehr harten Winters noch viel Schnee liegt und der Abstieg gefährlich werden könnte, was wir später ja auch noch merken sollten.

Also sind wir zurück ins Dorf und haben uns Steigeisen für 5 € / Tag geliehen, sicher ist sicher. Zudem gab es eine Dose Chili con Carne, um endlich unseren Gaskocher einzuweihen. Nach dem fürstlichen Menü haben wir unsere Rücksäcke gepackt, die letzte Dusche für die nächsten Tage genommen und im Zelt die neue Trekking Route für den morgigen Tag geplant. Voller Vorfreude, dass es morgen endlich los geht, sind wir dann früh schlafen gegangen.

Mit Heilwasser im Gepäck in die Pyrenäen – 1. Tag

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Hintergrund:

Für uns stand sicher fest, dass die bevorstehende Trekking-Tour in den Pyrenäen stattfinden sollte. Nach intensiver Planungsphase hatten wir beschlossen mit dem PKW von Butzbach aus nach Gavernie zu reisen. Nach erlebnisreichen Tagen im Ordesa-Nationalpark fuhren wir weiter östlich nach Andorra, um dort unsere Trekking-Tour fortzusetzen. 

Anreise:

Start um ca. 11 Uhr in Butzbach. Der KM-Zähler im Auto zeigt 50.438 km. Wir fahren in Mühlhausen über die Grenze nach Frankreich. Hier nutzen wir nur mautfreie Straßen, entlang der Landstraßen bekommen wir so die schöne Natur und die kleinen französischen Ortschaften zu sehen.

Etwa 22 Uhr erreichen wir St. Etienne, die Stadt liegt ca. 50 km von Lyon entfernt. Wir lassen das Auto stehen und schauen trotz der schon sehr fortgeschrittenen Zeit ein wenig durch die Stadt. Vor der Kirche und auf dem zentralen Platz der Stadt herrscht auch um diese späte Uhrzeit noch reges Treiben. Wir gönnen uns ein kleines Abendessen und entscheiden noch ein wenig weiter zu fahren.

Gegen 02 Uhr nachts und ca. 250 km weiter entscheiden wir uns aufgrund der immer stärker werdenden Müdigkeit auf einem Rasthof halt zu machen und zu schlafen. Der KM-Zähler zeigt mittlerweile 51.436 km an. Wir sind also knapp 1.000 km gefahren.

Um ca. 05:30 Uhr setzen wir unsere Reise fort. Jedoch sind wir immer noch so müde, dass wir uns am Ende der Autobahn entschlossen haben den nächsten Rasthof aufzusuchen und ein kleines Frühstück einzunehmen. Nach einem starken Kaffee starten wir um 06.30 Uhr Richtung Gavarnie. Etwa 400 km Fahrt liegen noch vor uns.

Um 12 Uhr erreichen wir den Wallfahrtsort Lourdes am Rande der französischen Pyrenäen. Lourdes ist eine verrückte Stadt. Aufgrund der vielen Pilger ist Lourdes trotz seiner nur 15.000 Einwohner nach Paris die französische Stadt mit den meisten Hotelübernachtungen pro Jahr. Obwohl es ein verregneter Tag ist, sind die Straßen voller Gläubiger, Nonnen, Priester, Touristen und wir mittendrin.

Wie die anderen Pilger besuchen auch wir die Basilika und die Grotte Massabielle. Hier ist im Jahr 1858 Bernadette Soubirous die Mutter Gottes erschienen, diese hat das Mädchen beauftragt eine Kirche zu errichten. Wir haben unseren Segen für die anstehenden Touren geholt und eine Flasche vom heiligen Wasser aus der Grotte mitgenommen. Somit konnte ja nichts mehr schief gehen…

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