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Traumhaft Canyon Faja de Pelay – 5. Tag:

Mit dem Sonnenaufgang am nächsten Morgen sind wir aufgestanden. Ein herrlicher Blick eröffnete sich für uns zurück auf den El Taillon, wir haben gestern echt etwas geleistet. Nach Kaffee und Kamillentee zum Frühstück besprachen wir die weitere Trekking Route für den heutigen Tag. Eigentlich war heute der Aufstieg zum Monte Perdido (3.355 m), dem dritthöchsten Berge der Pyrenäen geplant, doch bei Michael war aufgrund seiner Verletzungen beim gestrigen Sturz nicht an Klettern zu denken, so dass wir durch die Faja de Pelay wanderten.

Nachdem alles abgebaut und eingepackt war, stiegen wir in den so genannten Canyon ein. Das Wetter war diesmal wirklich auf unserer Seite, viel Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten uns durch die spektakuläre Landschaft. Der Weg ging entlang der Baumgrenze, links und rechts waren viele Wasserfälle zu sehen, die im Tal in einem Fluss mündeten. Der Weg war leicht zu passieren, bis auf die letzten Meter. Hier mussten wir ca. 500 Höhenmeter durch steile Serpentinen durchqueren. Nach den beiden vergangenen schweren Tagen fiel uns dies etwas schwer, so dass wir glücklich am Ende den Parkplatz am Nationalpark „Valle de Ordesa“ erreichten. Mit dem Bus ging es von hier nach Torla, ein kleines verschlafenes Dorf am Rande der Berge. In dem Dorf stand die Hitze und wir haben uns auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht. Für 10 € / Person konnten wir in einer Herberge unterkommen.

Anschließend haben wir uns ein rustikales 3-Gänge-Menü mit Rotwein gegönnt. Später im Zimmer auf der Herberge haben wir Trekker aus Menorca kennen gelernt, mit denen wir unsere Erfahrungen austauschen konnten. Zwei Cervezas (1 Liter San Miguel) und zwei Snickers rundeten den Abend ab. Insgesamt waren wir auch heute 6,5 Stunden auf den Beinen und froh ins Bett zu kommen. Darius hat für den kommenden Tag noch einen Chaffeur (José) für 15 € besorgt, so sparen wir uns die 40 € für ein Taxi nach Bujaruelo, unserem Startpunkt für den morgigen Tag.

9 Stunden Extremtrekking zum Refugio de Goriz – 4. Tag

Nach einer ordentlichen Portion Schlaf und einem guten Frühstück ging es gestärkt in Richtung Breche de Roland. Steil bergauf über einen Gletscher kamen wir nach 250 Höhenmetern am Breche und somit am Grenzübergang zu Spanien an auf 2.807 m. Der Aufstieg über Geröll und Eis forderte uns gleich zu von Beginn an. Nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir östlich vom Breche Richtung El Taillon geklettert, einem von rund 200 Gipfeln über 3.000 m in den Pyrenäen – für uns jedoch der König unter den Bergen. Durch eiskalte Winde und Nebel erreichten wir den Gipfel auf 3.144 m. Die Aussicht war durch dicke Nebel- und Wolkenfelder leider sehr beschränkt. Trotzdem waren wir Stolz den ersten 3.000er unserer noch jungen Trekkerkarriere geschafft zu haben.

Danach brachen wir auf zum Refugio de Goriz, ohne Vorahnung was uns noch alles bevorstehen sollte. Zurück entlang des Breche de Roland sind wir westlich auf Gletschern und steilen Abhängen mit Kettensicherungen an den Wänden geklettert. Spätestens hier wurde uns bewusst, dass wir auf unsere Steigeisen wirklich angewiesen waren und dass dies kein leichtes Wandern wurde. Nachdem wir die Kettensicherung passiert hatten, hatte Michael einen kleinen Unfall: Der Wanderstock brach und er rutschte in die Felsen. Zum Glück ist nichts wirklich Schlimmes passiert, bis auf ein paar blaue Flecken und Schürfwunden. Darius leistete „erste Hilfe“, auch hier ein Glück, dass wir unser Verbandszeug dabei hatten. Nach dem kleinen Schock entschieden wir uns den direkten Abstieg ins Tal zu nehmen, denn bei der Alternative über einen steilen Gletscherabhang zu gehen war uns nicht wirklich wohl. So ließen wir die Vernunft siegen, aber auch der direkte Weg in das Tal war nicht einfach, so dass wir des Öfteren teilweise wieder hunderte von Metern bergauf steigen mussten, um auf den richtigen Pfad zu kommen.

Letztendlich haben uns die kleinen Steintürmchen den richtigen Weg finden lassen und so sind wir über grüne Wiesen, Bäche, kleine Felsvorsprünge und ein wenig Kletterei um ca. 17.30 Uhr am Refugio de Goriz (2.200 m) angekommen. Somit hatten wir an diesem Tag 9 Stunden Extremtrekking in den Knochen und Muskeln und genauso haben wir uns auch gefühlt. Hier auf der spanischen Seite war es deutlich wärmer als auf der französischen. Völlig erschöpft und erleichtert bauten wir unser Zelt auf und hingen die Wäsche auf.

Chefkoch Darius brutzelte wieder ein köstliches Tortellini-Festmahl und Michael lud auf ein spanisches Bier „Estrella Damm“ ein. Es wurde schnell dunkel und fast überwältigt von den Eindrücken und Erlebnissen des Tages haben wir uns noch lange im Zelt unterhalten. Leider haben wir unser Zelt auf einer Schräge aufgebaut, so dass wir mit den glatten Rucksäcken immer wieder ans Fußende im Zelt rutschten. Gute Nacht – nicht wirklich.

Route Richtung Refuge de Sarradets – 3. Tag

Morgens um 07 Uhr sind wir aufgewacht. Die erste Nacht im Zelt war kälter und härter als erwartet. Der Cirque de Gavarnie war wolkenbehangen und nur ab und zu sahen wir eine Bergspitze zwischen den Wolken auftauchen. Hoffentlich wird das Wetter noch besser, haben wir gedacht. Nach einem kurzen Frühstück haben wir das Zelt abgebaut und los ging es.

Von Gavarnie aus sind wir zwischen Wäldern und Wiesen gestartet, immer mit dem Blick in den Cirque de Gavarnie. Nach nur wenigen Kilometern haben wir gemerkt, dass wir uns doch ein wenig zu dick angezogen haben und erst einmal einen Teil unserer Klamotten abgelegt. Zudem fing der Rucksack jetzt schon an schwer zu werden. Das kann ja was werden…Über saftig grüne Wiesen setzen wir unseren Weg fort vorbei an Schafen und Kühen. Über uns kreisen die Geier, ob die merken, dass wir schon schwächeln. Plötzliche zogen dicke Wolken auf und es fing an zu regnen. Da wir zumindest in dieser Hinsicht bestens vorbereitet waren, konnte uns der Regen nichts anhaben.

Nach einiger Zeit sind wir am Puerto de Bujaruelo angekommen und somit auf einer Höhe von 2.273 m. Von hier aus konnten wir einen Blick auf die spanische Seite der Pyrenäen werfen. Weiter ging es steil bergauf entlang eines Kamms zum Refuge des Sarradets. Plötzlich lag ein riesiges Gletscherfeld vor uns, über das nur ein kleiner Trampelpfad führte. Spätestens jetzt wussten wir warum wir die Steigeisen mitnehmen sollten. Ein Glück hatten wir diese trotz aller Skepsis mitgenommen. Um die Schuhe geschnallt ging es über Gletscher hoch zur Hütte.

Völlig erschöpft, aber glücklich, kamen wir schließlich nach 6,5 Stunden Trekking über Stock, Stein und Eis sowie ca. 1.200 zurückgelegten Höhenmetern am Refuge des Sarradets an. Der eisige Wind und die steinige Umgebung haben uns im Refuge ein Bett nehmen lassen. Ein Glück war etwas frei, so bezogen wir mit 13 anderen Wanderern unser Zimmer. Da wir jedoch unseren Proviant selber schleppten, haben wir uns entschlossen selber zu kochen bzw. Darek hat dies übernommen. Es gab Kaffee, Tortellini mit Knoblauch und Tomaten sowie Buchstabensuppe mit Mais, als Dessert einen Tee der Wahl aus unserem reichhaltigen Sortiment.

Unser erster Trekking Trip hat uns viel mehr Kraft gekostet, als wir gedacht hätten. Darek klagte über Hüft-, Kopf- und Gliederschmerzen und war ab 18 Uhr ans Bett gefesselt. Michi hatte Schulterschmerzen und trank mit einigen anderen Wanderern noch einen Kakao. Einige dieser Wanderer sollten wir in den nächsten Tagen immer wieder einmal treffen. Die Schuhe haben bislang, obwohl kaum eingetragen, kein Problem gemacht und auch die Multi-Funktions-kleidung von hessnatur erhielt gute Noten. Der Blick aus unserem Zimmerfenster auf den Breche de Roland ließ schon die Vorfreude auf den nächsten trekking Tag steigen.

Nicht ohne Karte auf den Puig de Teix! – 4.Tag

Heute sollte die zweite Wanderung auf uns warten. Wir hatten mehrere Routen zur Auswahl und entschieden uns den Puig des Teix zu bewandern. Früh morgens fuhren wir nach Valledemossa, unser Ausgangspunkt für die Tour. Angekommen am Parkplatz viel es uns etwas schwer uns zu orientieren, der Einstieg zum Wanderweg war nicht leicht bzw. gar nicht zu finden und somit fragten wir uns durch. Dabei sind wir auf ein älteres Ehepaar aus Bayern gestoßen, die denselben Weg gehen wollten und auch Probleme mit dem Start zu haben schienen. Jedoch waren die beiden wesentlich besser vorbereitet als wir und hatten eine Karte. Also fragten wir, ob wir sie nicht ein wenig begleiten dürfen bis der Weg klar erkennbar war. Somit wanderten wir die ersten Kilometer zu viert.

Die Wanderung erstreckte sich am Anfang wie so typisch für Mallorca durch karges Gelände übersät mit Olivenbäumen. Entlang der Strecke bot sich immer wieder ein toller Blick hinaus aufs Meer. Nach ca. 1,5 Stunden kamen wir auf einer Erhebung mit einem alten Steinhaus an. Ist dies schon der Gipfel? Anscheinend waren wir schon da. Wir machten ein wenig Rast und bald kam auch das Ehepaar mit dem wir anfangs zusammen gegangen waren an. Auf unsere Frage, ob wir hier auf dem Gipfel sind, antworteten die beiden, dass wir noch lange nicht am Ziel sind und zeigten auf den großen Nachbarberg, der von Nebel umhangen war. Wie gesagt, wir waren nicht gerade bestens auf diese Tour vorbereitet.

Somit ging es erst einmal steil wieder bergab, um danach noch steiler wieder bergauf zu gehen. Wir wanderten entlang eines Grades, die Wolken zogen immer dicker auf, so dass wir den Gipfel nie vor Augen hatten und nicht wirklich wussten, wo genau unser Ziel liegt. Irgendwann kamen wir an eine steinere Mauer und kletterten über eine Leiter um unseren Weg fortzuführen. Langsam zog der Nebel davon und wir hatten Blick auf den Gipfel. Nach ein paar Metern kamen wir schließlich nach ca. 3 Stunden auf dem Puig des Teix (1.064 m) an. Wir hatten einen tollen Panoramablick über Insel und Meer und genossen jeder für sich ein wenig die Ruhe hier oben.

Nachdem wir verschnauft hatten, wollten wir uns auf den Rückweg machen. Aber wo lang? Unsere „Führer“ aus Bayern waren bereits schon wieder abgestiegen, aber aufgrund des Nebels haben wir sie nicht mehr gesehen. Somit gingen wir ungefähr in die Richtung, in die die beiden auch gegangen waren. Naja irgendwie wird es schon richtig sein, haben wir gedacht. Und tatsächlich irgendwann auf dem Abstieg haben wir die beiden wieder getroffen und überholt. Nachdem es erst durch steiniges Gelände ging, mussten wir irgendwann über steile Passagen durch einen Wald. Mal wieder etwas orientierungslos ließen wir uns von unserem Instinkt leiten. Die letzten paar hundert Meter führten vorbei an großen Olivenplantagen und wir kamen somit nach ca. 2 Stunden Abstieg wieder in Valledemossa an. Ein wenig schauten wir uns die kleine Altstadt an und gönnten uns Kaffee und Kuchen. Anschließend fuhren wir wieder nach Paguera. Mit ein paar kühlen Bieren und einem leckeren Abendessen ließen wir unseren Urlaub langsam ausklingen.

Abreise

Morgens packten wir unsere Sachen, denn unser Rückflug stand auf dem Programm. Da wir das Mietauto noch hatten, brauchten wir nicht mit dem Flughafenshuttlebus mitfahren und konnten somit noch ein wenig länger frühstücken. Am Flughafen haben wir dann unser Auto abgegeben und gingen Richtung Terminal. Somit gingen 5 schöne Tage leider viel zu schnell vorüber und die Heimat hatte uns nach ca. 2 Stunden Rückflug wieder.

Steinchen werfen im Torrent de Pareis – 3. Tag

Nach der Wanderung des gestrigen Tages hatten wir uns entschieden heute Mallorca per Auto zu erkunden, um möglichst viele Ecken der Insel zu sehen und natürlich auch um unseren Füßen und Beinen ein wenig Urlaub zu gönnen (Kommt halt davon wenn man mit Turnschuhen auf den Puig de Masanella steigt). Ausgeschlafen und mit einem ausgiebigen Frühstück ließ sich gut in den Tag starten. Bei erneut schönem Wetter besuchten wir die Küstenorte Port d´Andraxt und Sant Elm von wo man einen tollen Blick auf die Insel La Dragonera hatte. Weiter ging es entlang der Westküste Mallorcas über serpentinenartige Straßen mit faszinierenden Ausblicken auf das Meer und die Berge. Angekommen in Port Soller gönnten wir uns eine Kleinigkeit zu Mittag und verbrachten ein wenig Zeit am Strand.

Unser anschließendes Ziel war die Bucht von Sa Calobra, einer der Touristenattraktionen der Insel, die man unbedingt besuchen sollte. Die Bucht erreichten wir über die berühmte Straße nach Sa Calobra. Die Straße überwindet auf ihren 12,5 Kilometern Länge einen Höhenunterschied von 780 Metern und ist an einigen Passagen sehr eng. Rechts und links der Straße geht es oftmals steil bergab. Angekommen am Parkplatz haben wir unser Auto abgestellt und über einen Fußweg kamen wir an den Ausgang der bekannten Felsenschlucht des Torrent de Pareis. Fast allein bot uns hier ein toller Ausblick auf die steilen Felsen dieser Schlucht. Im Sommer bei Trockenheit kann die Schlucht auch per Wanderung und Kletterei durch den Torrent erreicht werden. Kurze Zeit hatten wir darüber nachgedacht am kommenden Tag diesen Trip zu versuchen, da die Schlucht in den frühen Monaten jedoch zu viel Wasser führt, wurde uns hiervon abgeraten. Aber auch so war es ein traumhaftes Erlebnis den Sonnenuntergang hinterlegt mit dem Rauschen des Meeres zu beobachten. Dabei haben wir im Felsen eine interessante Formation gefunden, die wir unbedingt auf Video festhalten mußten.

Da wir ja noch ein wenig Zeit und Strecke zurückzulegen hatten und kein Mensch außer uns mehr in der Schlucht war, entschlossen wir uns die Heimfahrt anzutreten. Die Serpentinen hinauf in Dunkelheit war noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis. Wir haben wirklich nicht viel gesehen und an der einen oder anderen Stelle standen plötzlich Schafe und Ziegen mitten auf der Fahrbahn. Somit bewegten wir uns nahezu in Schritttempo aus der Schlucht und fuhren nach Paguera zurück.

Mit Turnschuhen auf den Puig de Massanella – 2. Tag

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Puig de Massanella, mit 1.365 m der zweithöchste sowie höchste frei zugängliche Berg Mallorcas, da der höhere Puig Major militärisches Sperrgebiet ist. Bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen holten wir allerdings erst einmal unseren Mietwagen (Opel Corsa Ecotec) ab und fuhren nach Palma de Mallorca, um dort die Kathedrale zu besichtigen. Plötzlich zogen vom Meer her Wolken auf und die Kathedrale lag im Nebel. Hoffentlich lässt uns das Wetter nicht Stich.

Über Inca fuhren wir Richtung Selva / Lluc. Ca. 12 km nach Selva kamen wir am Coll de sa Batalla (576 m) an. Dies ist eine einsame Tankstelle mit einem Restaurant. Das Auto stellten wir am Straßenrand ab und machten uns auf den Weg um ca. 11:30 Uhr. Etwa 200 m bergab überquerten wir eine Bogenbrücke und treffen hinter einer Linkskurve auf den Wanderweg. Auf einer Steintafel ist der Puig de Massanella ausgeschildert. Ein schattiger Weg brachte uns bis zu einem eisernem Gatter, hier war eine Mautgebühr (5,- €) zu bezahlen. Wir blickten auf Terrassenfelder einer Finca und wandern zwischen Mandel- und Olivenbaumplantagen auf einem steinigen Pfad, immer wieder vorbei an Ruinen und steinigen Mauern.

Langsam wurde es immer steiler und die Anstrengung stieg, jedoch bot der Wald angenehmen Schatten. Je höher wir gelangten, desto schöner wurden die Ausblicke durch den immer lichterwerdenden Wald. Vor uns waren schon zahlreiche Gipfel zu sehen und wir stellten uns die Frage, ob einer davon schon der Puig de Massanella ist. Nach ca. 1,5 Stunden machten wir im Schatten eines Baumes Rast, es gab Baguette mit Salami, Orangen, Tomaten und natürlich reichlich Wasser zu trinken.

Nach der kurzen Stärkung setzten wir unseren Weg fort. Kleine Steinmännchen wiesen uns den Weg zum Gipfel, der mehr und mehr über Geröllfelder und zerklüftete Felspartien führt. Endlich sahen wir den Vorgipfel zwischen den beiden Gipfeln des Puig de Massanella. Steil bergauf und ohne jeglichen Schatten erreichten wir das Plateau vor dem Gipfel. Hier sprangen wir mehr zwischen den großen Steinen als das wir wanderten. Nach ein wenig Kletterei kamen wir nach ca. 2,5 Stunden auf dem Gipfel auf 1.365 m an und das mit Turnschuhen. Definitiv das erste und letzte Mal mit dieser Schuhausstattung.

Bei klarer Sicht bot sich uns ein faszinierender Ausblick auf die ganze Insel. Keine Wolke war am Himmel und die Anstrengungen haben sich wirklich gelohnt. Es waren nur wenige andere Wanderer mit uns auf dem Gipfel, so dass wir die Ruhe genießen konnten. Vorsicht: Direkt neben dem Gipfel liegt die Öffnung  eines etwa 20 m tiefen ehemaligen Schneehauses. Hier wurde in den Wintermonaten Schnee gesammelt und zu Eis verarbeitet, welches die Bewohner der umliegenden Dörfer bis in weit die Sommermonate zur Kühlung von Lebensmitteln nutzen konnten. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Auto und fuhren Richtung Paguera. Diesen tollen Tag ließen wir mit einem leckeren Abendessen ausklingen, es gab Seezunge und Lammkeule.

Eine Diashow aus ausgewählten Fotos findest du hier.

Wandern auf Mallorca statt Ballermann – 1. Tag

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Hintergrund

Relativ kurzfristig haben wir uns überlegt einen gemeinsamen Kurzurlaub zu machen und sind nach reichlicher Internetrecherche auf Mallorca gekommen. Auf den ersten Blick scheint Mallorca nicht besonders originell, da wir jedoch ein wenig Sonne tanken wollten und das Konto nicht unbedingt überstrapaziert werden sollte, hat uns ein Angebot überzeugt, dass wir nicht ausschlagen konnten: 462,- € für zwei Personen inkl. Flug und Hotelübernachtung. Also nichts wie hin.

Nach der Buchung haben wir uns dann überlegt, was wir eigentlich dort unternehmen wollen. Die typischen Anlaufzentren Mallorcas wie El Arenal und Ballermann sagten uns nicht zu. Wir wollten ein wenig entspannen, auf andere Gedanken kommen und die Natur erleben. Diese Ziele sollten wir auf jeden Fall auf Mallorca finden und hatten somit die Möglichkeit die Insel mit anderen Augen zu sehen als es viele andere Touristen tun.

Anreise

Am 13. März ging es früh morgens zu Fuß zum Bahnhof in Butzbach. Von dort fuhren wir mit dem Zug zum Frankfurter Hauptbahnhof. Hier mussten wir umsteigen, um zum Flughafen zu gelangen. Angekommen am Flughafen um ca. 07:00 Uhr checkten wir sofort ein und hatten somit ausreichend Zeit bis zum Abflug. Ein Kaffee und die Vorfreude auf die kommenden Tage ließen keine Chance für Müdigkeit trotz des frühen Aufstehens. Endlich kam der Aufruf unserer Maschine und wir waren in der Luft.

Schon der Anflug auf Mallorca ließ auf schöne Tage hoffen: wolkenloses Wetter und tolle Landschaften. Angekommen am Flughafen Palma de Mallorca stiegen wir in den Busshuttle nach Paguera. Der Bus brachte uns direkt zu unserem Hotel „Residencia Sutimar“, ein kleines Hotel mitten in Paguera, das auf jeglichen Luxus verzichtet, aber da wir das Zimmer nur zum Schlafen brauchten, genau richtig für uns. Wir bezogen unser Zimmer und machten uns gleich auf die nähere Umgebung zu erkunden.

So gingen wir zum Strand. Direkt an der Bucht von Paguera sahen wir Felswände, die direkt ins Wasser mündeten. Irgendwie zogen uns die steinigen Felsen magisch an und wir begannen zu klettern und genossen die Sonne und den Blick auf das Meer. Anschließend gab es eine kleine Mahlzeit an einem Strandbistro, wir waren ja auch schon ein wenig unterwegs.

Nach dem Snack kamen wir auf die Idee einen kleinen Berg direkt am Rand von Paguera zu besteigen. Ohne konkret zu wissen wo es lang ging, machten wir uns auf den Weg, um noch vor dem Sonnenuntergang auf dem Gipfel zu sein. Geschafft, oben wartete auf uns ein toller Ausblick über Paguera mit einem weiten Blick ins Inselinnere. Nachdem wir die Einsamkeit ein wenig genossen hatten, machten wir uns auf de Rückweg, um vor Dunkelheit zurück im Ort zu sein. Abends gab es in einem Lokal ein ausreichendes Tapas-Menü mit Rotwein.

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