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Besteigung von Korsikas höchstem Gipfel – Monte Cinto (2.705 m)

Trekkingtester auf dem GR 20 Fernwanderweg

Video vom Gipfel Monte Cinto auf Korsika, dem höchsten Berg Korsikas mit 2705m:

Besteigung von Schwedens höchstem Gipfel – Kebnekaise (2.104 m)


Zum ersten Mal auf unserer Tour wurden wir vom Wecker geweckt, gebraucht hätten wir ihn aber nicht, da die Aufregung aufgrund unserer bevorstehenden Gipfelbesteigung nur einen leichten Schlaf zu ließ. Nach einem kurzen Frühstück ging es lediglich mit einem kleinen Tagesrucksack, gefüllt mit Steigeisen, Handschuhen sowie Mützen und einer Flasche Wasser um 07 Uhr an der Kebnekaise Fjällstation los, welche auf einer Höhe von 690 m liegt. Für unsere Tour haben wir den Västra Leden gewählt, dies ist im Vergleich zum Östra Leden der etwas längere Weg, jedoch aufgrund der ungewissen Wetterlage auch der etwas sichere für eine Besteigung.

Leider hat sich die Wettervorhersage vom Vorabend bestätigt und es regnete unentwegt. Wir gingen eine ganze Weile Richtung Westen den Weg zurück den wir am Vortag gekommen sind, bis wir von einem Schild zum Västra Leden geführt wurden. Entlang eines Gebirgsflusses ging es zwischen jetzt immer höher werdenden Bergen stetig bergauf. Nach ca. 2 Stunden mussten wir mehrere kleine Gebirgsbäche überschreiten und balancierten über Steine im Wasser. Anschließend kamen wir auf einer Höhe von ca. 1.200 m an ein Hochmoor. Die Wolkendecke wurde immer dichter, so dass wir nicht mehr weit blicken konnten und ein wenig die Orientierung verloren. Das konnte ja was werden. Gemeinsam mit zwei anderen Bergsteigern (neben uns einige der wenigen, die sich bei diesem Tag auf dem Weg zum Gipfel begeben haben) fanden wir den rot markierten Pfad bald wieder. Nach ca. 4 Stunden errichten wir den Gipfel des Vierramvare auf 1.711 m Höhe. Der Gipfel war übersät mit Steinmännchen, die sich innerhalb des Gipfels eine skurrile Landschaft bildeten. Vom Vierramvare ging es wieder ca. 200 m hinab bevor wir an den Fuß des Kebnekaise kamen. Ab jetzt sollte es nur noch steil bergauf gehen. Nach ca. 5 Stunden anstrengender Wanderung bei wirklich schlechten Bedingungen, denn die Steiner waren durch den starken Regen sehr rutschig, kamen wir an eine Hütte, welche Bergsteigern bei schlechtem Wetter als Notunterkunft dient. Wir gingen hinein, ruhten kurz aus und tankten Kraft für den Aufstieg.

Das schlechte Wetter ließ uns nicht auf schöne Ausblicke hoffen, als wir jedoch auf dem Steinplateau direkt vor dem Kebnekaise ankamen, öffnete sich die Wolkendecke und wir hatten einen tollen Blick auf den Gipfel. Das Wetter mussten wir jetzt nutzen. Da die letzten Meter des Aufstiegs über einen steilen Gletscher führen, schnallten wir uns die Steigeisen über und gingen vorsichtig Schritt für Schritt Richtung Gipfel. Richtig wohl war uns dabei nicht, da der Aufstieg lediglich über einen sehr schmalen Grat führte uns es links und rechts steil bergab ging. Ein Ausrutscher könnte jetzt böse enden. Darek erreichte zuerst den Gipfel, Michi folgte knapp darauf. Ca. 6 Stunden und 10 km nach unserem Aufbruch an der Kebnekaise Fjällstation haben wir es geschafft: Wir standen bzw. knieten auf 2.104 m Höhe, dem Gipfel des Kebnekaise, dem höchsten Punkt Schwedens. Darüber hinaus standen wir ganz allein auf dem Gipfel, weit und breit war niemand zu sehen. Diese Einsamkeit ließ uns das Ganze noch ein wenig mehr genießen. Etwas eingeschüchtert aufgrund der steilen Abhänge jedoch voller Stolz und Freude die Gipfelbesteigung geschafft zu haben, machten wir ein Gipfelfoto und drehten ein kurzes Video. Der Wettergott meinte es wirklich gut mit uns, denn für kurze Zeit war klares Wetter und wir hatten einen fantastischen Ausblick über die Bergwelt Schwedens mit unzähligen Gipfeln und Gletschern.

Da jedoch wieder Wolken aufkamen, machten wir uns wieder auf den Rückweg in sicherere Höhen. So ging es in kleinen Schritten den Gletscher bergab. Für den Abstieg bei durchgehenden Regen brauchten wir noch einmal ca. 6 Stunden, das es nass und glitschig war uns wir uns aufgrund des Nebels wieder etwas die Orientierung verloren ging. An unserem Zelt angekommen, legten wir die nassen Klamotten ab, gaben die Steigeisen zurück und gönnten uns die erste Dusche unseres Trips sowie ein Ausschwitzen in der Sauna. Als Andenken an unser Abenteuer leisteten wir uns beide ein Gipfel-Shirt vom Kebnekaise. Den Abend ließen wir mit einem Keb-Burger und einem gemütlichen Aufenthalt in der Lounge der Fjällstation ausklingen. Die Bilder von der Besteigung gingen uns den ganzen Abend noch durch den Kopf. Das war ein tolles Erlebnis und für uns beider die absolute Krönung unserer Tour.

Preview: TrekkingTester auf dem Kebnekaise

Wir sind wieder daheim! Der Fernwanderweg “Kungsleden” in der Gebirgswelt Schwedisch-Lapplands brachte uns mit interessanten Menschen und ihre Geschichten zusammen, konfrontierte uns mit 24 Stunden Helligkeit, launischem Wetter und jede Menge Moskitos. Kurzum eine erlebnisreiche und eindrucksvolle Trekking-Tour von der wir in den kommenden Wochen berichten werden.

Wir versprechen interessante Touren-Tipps, Testberichte, Fotos und unterhaltsame Videos. Aktuell arbeiten wir das Material auf.

Zur Einstimmung die Kurzfassung unserer Emotionen als wir auf dem Kebnekaise – höchster Berg Schwedens – stehen.

Aufstieg zum Pic de Casamanya in Andorra

Mit guter Laune in den Tag gestartet, besuchten wir das Bistro am Campingplatz und bekamen ein super Frühstück serviert. Mit vollen Mägen stiegen wir ins Auto und machten uns auf in Richtung Pic de Casamanya (2.740 m), einem der höchsten Berge Andorras. Der Aufstieg unter klarem Himmel war schön, jedoch bot uns der Weg bei heißen Temperaturen nach dem Durchreiten der Pinienbäume keinen Schatten mehr. Der Aufstieg war im Vergleich zu den letzten Etappen im Nationalpark „Valle de Ordesa“ sehr kurz (ca. 2 Stunden), aber extrem steil mit 800 Höhenmetern.

Am Gipfel angekommen bot sich uns ein toller, wolkenloser Panoramablick über die Berge Andorras. Wir nahmen uns die Zeit ein wenig auf dem Gipfel zu bleiben, beobachteten die Natur und stärkten uns ein wenig mit Müsliriegeln und Wasser.

Der Abstieg ging relativ schnell. Am Ausgangspunkt angekommen, machten wir ein kleines Picknick. Darius stellte ein weiteres Mal seine Kochkünste unter Beweis und zauberte abermals ein Tortellini-Menü mit Buchstabensuppe. Wohl gesättigt ging es zum Campingplatz zurück.

Nun waren Pflichten wir Wäsche waschen, duschen und das Auto reinigen auf dem Programm. Im Anschluss ging es wieder in das Bistro, wo wir es uns mit Paella, Baguette mit Aioli und Oliven gut gingen ließen. Diese Köstlichkeiten standen seit Beginn unserer Tour auf unserer Essenswunschliste.

Nach den sehr schönen und auch harten Touren der vergangenen Tage gönnten wir uns noch ein wenig „Urlaub“. Von Andorra ging es weiter nach Barcelona, wo wir mit einer Bustour Sight-Seeing machten (dringend zu empfehlen), und verbrachten zwei weitere Tage am Strand der Costa Brava. Anschließend traten wir in einer Nachtfahrt die Heimreise nach Butzbach / Bremen an. Ein echter Abenteuerurlaub voller beeindruckender Erlebnisse und Geschichten ging somit für uns zu Ende.

Nicht ohne Karte auf den Puig de Teix! – 4.Tag

Heute sollte die zweite Wanderung auf uns warten. Wir hatten mehrere Routen zur Auswahl und entschieden uns den Puig des Teix zu bewandern. Früh morgens fuhren wir nach Valledemossa, unser Ausgangspunkt für die Tour. Angekommen am Parkplatz viel es uns etwas schwer uns zu orientieren, der Einstieg zum Wanderweg war nicht leicht bzw. gar nicht zu finden und somit fragten wir uns durch. Dabei sind wir auf ein älteres Ehepaar aus Bayern gestoßen, die denselben Weg gehen wollten und auch Probleme mit dem Start zu haben schienen. Jedoch waren die beiden wesentlich besser vorbereitet als wir und hatten eine Karte. Also fragten wir, ob wir sie nicht ein wenig begleiten dürfen bis der Weg klar erkennbar war. Somit wanderten wir die ersten Kilometer zu viert.

Die Wanderung erstreckte sich am Anfang wie so typisch für Mallorca durch karges Gelände übersät mit Olivenbäumen. Entlang der Strecke bot sich immer wieder ein toller Blick hinaus aufs Meer. Nach ca. 1,5 Stunden kamen wir auf einer Erhebung mit einem alten Steinhaus an. Ist dies schon der Gipfel? Anscheinend waren wir schon da. Wir machten ein wenig Rast und bald kam auch das Ehepaar mit dem wir anfangs zusammen gegangen waren an. Auf unsere Frage, ob wir hier auf dem Gipfel sind, antworteten die beiden, dass wir noch lange nicht am Ziel sind und zeigten auf den großen Nachbarberg, der von Nebel umhangen war. Wie gesagt, wir waren nicht gerade bestens auf diese Tour vorbereitet.

Somit ging es erst einmal steil wieder bergab, um danach noch steiler wieder bergauf zu gehen. Wir wanderten entlang eines Grades, die Wolken zogen immer dicker auf, so dass wir den Gipfel nie vor Augen hatten und nicht wirklich wussten, wo genau unser Ziel liegt. Irgendwann kamen wir an eine steinere Mauer und kletterten über eine Leiter um unseren Weg fortzuführen. Langsam zog der Nebel davon und wir hatten Blick auf den Gipfel. Nach ein paar Metern kamen wir schließlich nach ca. 3 Stunden auf dem Puig des Teix (1.064 m) an. Wir hatten einen tollen Panoramablick über Insel und Meer und genossen jeder für sich ein wenig die Ruhe hier oben.

Nachdem wir verschnauft hatten, wollten wir uns auf den Rückweg machen. Aber wo lang? Unsere „Führer“ aus Bayern waren bereits schon wieder abgestiegen, aber aufgrund des Nebels haben wir sie nicht mehr gesehen. Somit gingen wir ungefähr in die Richtung, in die die beiden auch gegangen waren. Naja irgendwie wird es schon richtig sein, haben wir gedacht. Und tatsächlich irgendwann auf dem Abstieg haben wir die beiden wieder getroffen und überholt. Nachdem es erst durch steiniges Gelände ging, mussten wir irgendwann über steile Passagen durch einen Wald. Mal wieder etwas orientierungslos ließen wir uns von unserem Instinkt leiten. Die letzten paar hundert Meter führten vorbei an großen Olivenplantagen und wir kamen somit nach ca. 2 Stunden Abstieg wieder in Valledemossa an. Ein wenig schauten wir uns die kleine Altstadt an und gönnten uns Kaffee und Kuchen. Anschließend fuhren wir wieder nach Paguera. Mit ein paar kühlen Bieren und einem leckeren Abendessen ließen wir unseren Urlaub langsam ausklingen.

Abreise

Morgens packten wir unsere Sachen, denn unser Rückflug stand auf dem Programm. Da wir das Mietauto noch hatten, brauchten wir nicht mit dem Flughafenshuttlebus mitfahren und konnten somit noch ein wenig länger frühstücken. Am Flughafen haben wir dann unser Auto abgegeben und gingen Richtung Terminal. Somit gingen 5 schöne Tage leider viel zu schnell vorüber und die Heimat hatte uns nach ca. 2 Stunden Rückflug wieder.

Mit Turnschuhen auf den Puig de Massanella – 2. Tag

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Puig de Massanella, mit 1.365 m der zweithöchste sowie höchste frei zugängliche Berg Mallorcas, da der höhere Puig Major militärisches Sperrgebiet ist. Bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen holten wir allerdings erst einmal unseren Mietwagen (Opel Corsa Ecotec) ab und fuhren nach Palma de Mallorca, um dort die Kathedrale zu besichtigen. Plötzlich zogen vom Meer her Wolken auf und die Kathedrale lag im Nebel. Hoffentlich lässt uns das Wetter nicht Stich.

Über Inca fuhren wir Richtung Selva / Lluc. Ca. 12 km nach Selva kamen wir am Coll de sa Batalla (576 m) an. Dies ist eine einsame Tankstelle mit einem Restaurant. Das Auto stellten wir am Straßenrand ab und machten uns auf den Weg um ca. 11:30 Uhr. Etwa 200 m bergab überquerten wir eine Bogenbrücke und treffen hinter einer Linkskurve auf den Wanderweg. Auf einer Steintafel ist der Puig de Massanella ausgeschildert. Ein schattiger Weg brachte uns bis zu einem eisernem Gatter, hier war eine Mautgebühr (5,- €) zu bezahlen. Wir blickten auf Terrassenfelder einer Finca und wandern zwischen Mandel- und Olivenbaumplantagen auf einem steinigen Pfad, immer wieder vorbei an Ruinen und steinigen Mauern.

Langsam wurde es immer steiler und die Anstrengung stieg, jedoch bot der Wald angenehmen Schatten. Je höher wir gelangten, desto schöner wurden die Ausblicke durch den immer lichterwerdenden Wald. Vor uns waren schon zahlreiche Gipfel zu sehen und wir stellten uns die Frage, ob einer davon schon der Puig de Massanella ist. Nach ca. 1,5 Stunden machten wir im Schatten eines Baumes Rast, es gab Baguette mit Salami, Orangen, Tomaten und natürlich reichlich Wasser zu trinken.

Nach der kurzen Stärkung setzten wir unseren Weg fort. Kleine Steinmännchen wiesen uns den Weg zum Gipfel, der mehr und mehr über Geröllfelder und zerklüftete Felspartien führt. Endlich sahen wir den Vorgipfel zwischen den beiden Gipfeln des Puig de Massanella. Steil bergauf und ohne jeglichen Schatten erreichten wir das Plateau vor dem Gipfel. Hier sprangen wir mehr zwischen den großen Steinen als das wir wanderten. Nach ein wenig Kletterei kamen wir nach ca. 2,5 Stunden auf dem Gipfel auf 1.365 m an und das mit Turnschuhen. Definitiv das erste und letzte Mal mit dieser Schuhausstattung.

Bei klarer Sicht bot sich uns ein faszinierender Ausblick auf die ganze Insel. Keine Wolke war am Himmel und die Anstrengungen haben sich wirklich gelohnt. Es waren nur wenige andere Wanderer mit uns auf dem Gipfel, so dass wir die Ruhe genießen konnten. Vorsicht: Direkt neben dem Gipfel liegt die Öffnung  eines etwa 20 m tiefen ehemaligen Schneehauses. Hier wurde in den Wintermonaten Schnee gesammelt und zu Eis verarbeitet, welches die Bewohner der umliegenden Dörfer bis in weit die Sommermonate zur Kühlung von Lebensmitteln nutzen konnten. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Auto und fuhren Richtung Paguera. Diesen tollen Tag ließen wir mit einem leckeren Abendessen ausklingen, es gab Seezunge und Lammkeule.

Eine Diashow aus ausgewählten Fotos findest du hier.

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