Wanderung zur Kebnekaise Fjällstation – Tag 6

Relativ früh morgens wachten wir auf, wuschen uns ein wenig am nahegelegenen Fluss (das Wasser eiskalt wie immer) und frühstückten unser Trekking-Müsli. Zur Stärkung gab es noch Kaffee und Tee. Anschließend bauten wir unser Trekkingzelt ab und packten unsere Sachen zusammen. Heute sollten wir den eigentlichen Kungsleden wieder verlassen und ein 14 km langer Weg zur Kebnekaise Fjällstation lag vor uns. Bei schönem Wetter starteten wir erst ein ganzes Stück bergauf. Links und rechts von uns wurden die Berge immer höher und steiler bzw. das Tal immer schmaler.

Da die Strecke relativ gut zu gehen war und die Schultern sowie Füße nur bedingt schmerzten, verzichteten wir auf ein ausgiebiges Trekking-Mittagessen. Es gab lediglich frisches Gebirgswasser und Sesam-Riegel. Die Landschsaft um uns herum mit hohen Bergen und wolkenlosen Himmel war wirklich sehr schön auf diesem Teilstück. Auf unserem Weg zur Fjällstation hofften wir einen Blick auf den Kebnekaise, den mit 2.104 m höchsten Berg Schwedens, werfen zu können. Und tatsächlich, wenige Kilometer vor unserem Ziel konnten wir den Gipfel bei klarem Wetter zwischen anderen Bergen erkennen. Wir stellten uns vor, wie wohl der Aufstieg werden würde, denn dies war unser Ziel für den morgigen Tag.

Nach einer kurzen Pause vor der Kulisse des Kebnekaise setzten wir unseren Weg fort und erreichten die Fjällstation, welche aufgrund des großen Funkturms schon von Weitem sichtbar war. Nach Tagen der Ruhe und fast Einsamkeit war an der Fjällstation einiges los und wir suchten einen Platz inmitten der vielen Zelte, wo wir unser Lager aufschlagen konnten.

Anschließend informierten wir uns in der Fjällstation nach dem Wetter für den kommenden Tag und welche Ausrüstung wir für die Besteigung brauchen würden. Die Wetteraussichten waren nicht gut, es sollte durchgehend regnen. Aufgrund des Gletschers am Gipfel wurde uns das Tragen von Steigeisen empfohlen, welche wir für 140 SEK pro Person mieteten. Man kann an der Fjällstation auch geführte Touren auf den Kebnekaise buchen, aber wir wollten es auf eingene Faust probieren.

Zur Einstimmung auf die morgige Gipfelbesteigung gab es zum Abendessen einen Keb-Burger. Zum ersten Mal seit Beginn unserer Reise leisteten wir uns den “Luxus” Essen zu gehen. Mit vollem Magen ging es früh ins Bett bzw. Zelt, da wir früh mit dem Auftsieg beginnen wollten. Eine Mischung aus Vorfreude und, Respekt und Aufregung darüber, ob wir den Aufstieg schaffen und wie dieser wohl werden würde, begleitete unseren Schlaf.

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