Michi weckte Darek morgens um 7 Uhr aus seinem Schönheitsschlaf, denn um 7.30 Uhr ging es mit José Richtung Bujaruelo. So fuhren wir in einem Auto ca. 10 km, welches in Deutschland auf der Stelle stillgelegt werden würde. Aber dies konnte uns egal sein, Hauptsache wir kamen weiter. Angekommen an einem Refugio in Bujaruelo konnten wir nicht widerstehen uns am Frühstücksbuffet zu bedienen, eine Weiterreise mit leeren Magen wäre auch nicht gut gewesen.
Gestärkt ging es also in die letzte Etappe unseres Trekking-Trips. Über eine Steinbrücke verließen wir Bujaruelo und machten uns auf zurück zu unserem Basiscamp. Der Aufstieg war trotz der ca. 900 Höhenmeter relativ angenehm bei milden Temperaturen und viel Sonne. Murmeltiere, die grüne Vegetation und die herrliche Ausblick auf die schroffen Berge verdeutlichten und noch einmal die Schönheit dieser Trekking-Region.
Angekommen am Puerto de Bujaruelo machten wir Rast und philosophierten mit Xavier, einem Weggefährten, über Fußball und die Landschaft. Danach passierten wir wieder das Tal Richtung Gavarnie bei schönem Wetter, das uns auf dem Hinweg verborgen blieb. Geschafft durch die letzten Tage zählten wir die Höhenmeter und Minuten bis zum Basiscamp. Begrüßt von Natalie hatten wir es geschafft. Viele schöne, abwechslungsreiche, beeindruckende aber auch sehr anstrengende Trekking-Tage lagen hinter uns.
Auch wenn wir den geplanten Aufstieg zum Monte Perdido nicht durchführen konnten, mussten wir uns eingestehen, dass es aufgrund der schwindenden Kräfte auch gut so war.
Wir sind stolz auf unsere Leistung nach ca. 50 km Wandern, Trekken und Klettern mit etwa 5.000 insgesamt zurückgelegten Höhenmetern und froh nahezu unversehrt wieder am Basiscamp angekommen zu sein. Mit leckeren Ravioli und einem Mönchsbier ließen wir den Tag ausklingen.
Trotz aller Erschöpfung haben wir auch für die kommenden Tage noch ein straffes Programm mit einer Wanderung und einer weiteren Bergbesteigung in Andorra.